Gründungsjahr


 
Gegründet wurde die Löschgruppe Deiringsen im Jahre 1910  
Im Jahre 2009 wurde die Löschgruppe in 2 Gruppen aufgesplittet, welche ab da (nach der Auflösung der LG Meiningsen) den neuen 4. Zug bilden.  

 
Gerätehäuser bis 2009
Das erste Gerätehaus soll nach Überlieferungen auf dem Hof Dreckhoff gestanden haben; voraussichtlich das etwas zurückversetzte kleine Gebäude links. Nach dem Brand der alten Schmiede wurde 1932 an dieser Stelle das heutige Gerätehaus als „Anbau“ an die Scheune der Familie Flume gebaut.  
     
     

 

Stützpunkt ab 2009


Zum ersten mal 1978 angedacht wurde der Gedanke immer wieder verworfen, da die Grundlage mit einer konkreten Forderung fehlte. In den Folgenden Jahren war die Scheune am Gerätehaus immer wieder erweitert und den steigenden Bedürfnissen in Eigenleistung angepasst worden.
Erst durch die Genehmigung des Brandschutzbedarfsplans am 22.02.2006, durch den Rat der Stadt Soest, begann man mit der Planung zum Bau.
- 10.03.2006 erster Plan durch die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt Soest
- Planungsphase ZGW (Grobplan, Baugrundstück und erster Feinplan)
- 20.06.2007 Bebauungsplanänderung durch den Rat der Stadt.
- Planungsphase ZGW (Feinplan und Planungsbüro)
- 11.12.2007 inoffizieller Baubeginn mit Rückbau des Schlacht und Gefrierhauses
- 17.04.2008 Baugenehmigung
- 27.05.2008 erster Spatenstich
- 29.11.2008 Richtfest
- 09.07.2009 Schlüsselübergabe

Alle Details im Bautagebuch
   
   

 

Chronik der Löschgruppe Deiringsen

Die Löschgruppe Deiringsen blickt in diesem Jahre (2008) auf insgesamt 98 Jahre zurück und freut sich bereits heute auf ihr 100-jähriges Jubiläum im Jahre 2010, das in größerem Rahmen gefeiert werden soll.
Gott sei Dank wurde unser schönes Dorf in seiner Geschichte von nicht all zu vielen Bränden - vor allen Dingen Großbränden und Naturkatastrophen -heimgesucht. Mittlerweile sind aber nur noch ca 10% der Einsätze innerhalb des eigenen Dorfes oder Zuges, zu 90 % werden wir zur Verstärkung innerhalb des gesamten Stadtgebietes angefordert.

 
     
     
1932 brannte die alte Schmiede von Friedrich Hohoff (Großvater der Familie Babuszak) bis auf die Grundmauern ab. Aus dieser Brandkatastrophe erwuchs jedoch unser heutiges Gerätehaus in seiner ursprünglichen Form. Zunächst entstanden rechts vom Glockenturm eine Garage für die Handpumpe und links eine Garage für den Leichenwagen. Der kleine Raum am Fuße des Turmes war ein kleines Gefängnis und bot den jeweiligen Polizisten des Dorfes die Möglichkeit einen Missetäter dingfest zu machen. Über Brände während der Kriegszeiten sind leider keine Überlieferungen vorhanden.  
     
1969 wurden die Feuerwehrmänner zu einem Großbrand auf dem Hof Schulze-Dahlhoff in Ruploh gerufen. Hier wurde eine Scheune ein Raub der Flammen. Damals wurde bei Ertönen der Glocke (die noch heute im Glockenturm im Einsatz ist) der Anhänger hinter einen Traktor gespannt und damit wurden die Gerätschaften zur Einsatzstelle transportiert. Einer der Landwirte musste also immer mit dem Traktor zum Einsatz kommen, da sonst die Pumpe und Schläuche nicht transportiert werden konnten. Die anderen Feuerwehrkameraden mussten mit privaten PKW oder mit dem Fahrrad zum Einsatz fahren. Ein anderer Einschnitt in der Geschichte der Löschgruppe war die kommunale Neugliederung, die im Jahre 1969 durchgeführt wurde. Bis dahin gehörten wir zur Gemeinde Bad Sassendorf (!) - zum Amt Lohne, was auch heute noch auf unserer Standarte (Fahne) zu erkennen ist. Deiringsen gehört fortan zur Stadt Soest und die Löschgruppe wurde ein Teil der Feuerwehr der Stadt Soest, zugehörig zum 4. Zug (Deiringsen, Meiningsen).  
     
1972 der nächste und eigentlich auch spektakulärste Brand in der Deiringser Historie. Die Firma Tiger-Werke Hunstiger stand in Flammen (heute Firma Promed). Zwar gab es zu dieser Zeit bereits Sirenen, doch ein unglücklicher Zufall wollte es so, dass diese ziemlich genau am Samstagmittag um 12.00 Uhr auslösten, und somit von vielen mit der regelmäßigen Kontrollauslösung der Sirenen verwechselt wurden. Erst nach mehrmaligem Ertönen der Sirenen wurde vielen erst bewusst, dass dies kein Probealarm war sondern ein tatsächlicher Einsatz. Große schwarze Wolken zogen anschließend über den Himmel von Deiringsen und wiesen den Brandschützern den Weg zum Einsatz. Alle Fahrzeuge der gesamten Soester Feuerwehr waren im Einsatz, jedoch waren alle zusammen machtlos, da die damaligen Wasserleitungen im Dorf nicht genügend Druck hatten um alle Pumpen mit Höchstleistung über einen längeren Zeitraum betreiben zu können. Zusätzlich wurden private Schwimmbäder angezapft und leergepumpt, doch alles half nichts, der gesamte Komplex wurde ein Raub der Flammen.  
     
1974 gründete Horst-Dieter Flume mit seinen beiden Stellvertretern Helmut Steinweg jun. und Burkhard Meyer die Jugendfeuerwehr Deiringsen, die im laufe der Jahre ein fester Bestandteil unserer Feuerwehrarbeit werden sollte und bis zum heutigen Tage fertig ausgebildete Feuerwehrmänner und mittlerweile auch Feuerwehrfrauen der aktiven Wehr zuführen.  
     
     
1983 wird das Gerätehaus erstmalig in größerem Stil umgebaut. In Eigenleistung wird der Bereich unter dem Turm umgebaut. Ein erster Schulungsraum wird gebaut mit anschließender Küche und einem WC. Wasserleitungen müssen erneuert werden, Fliesen an Wänden und Fußböden verlegt werden und die gesamte Elektrik wird durch die Kameraden und freiwillige Helfer nach Feierabend errichtet. Im Scheunenkasten wird das TSF untergebracht und Haken und Ablagemöglichkeiten für die Arbeitsuniformen werden eingebaut. Zudem erhält der Raum eine Elektroheizung. Die Kosten dafür werden mit 5.000 DM (ca. 2.500 Euro) äußerst gering gehalten, auch das ein Zeichen dörflicher Gemeinschaftsarbeit.  
     
     
2000 wird das Gerätehaus nochmals erweitert um Platz für die zusätzlichen Fahrzeuge zu schaffen. Der große Mittelbereich wird jetzt hinzugenommen und das große Schiebetor zur Dorfstraße hin erneuert. Installiert werden ebenfalls eine Luftdruckanlage und Elektroanschlüsse, damit die Fahrzeuge jederzeit Einsatzbereit sind.  
     
     
2006 hatte die Löschgruppe Deiringsen ihren rabenschwarzen Tag am Donnerstag, den 06. Juli 2006. Am frühen Abend zogen schwere Gewitter auf mit stundenlangem Starkregen. Die Leitstelle der Feuerwehr verzeichnete mehr als 80 Notrufe in kürzester Zeit (vollgelaufene Keller, überflutete Straßen etc.). Die Löschgruppe Deiringsen wird ebenfalls alarmiert und das erste Fahrzeug rückt kurz nach 23.00 Uhr aus. In der Linkskurve zum Brunowall rutscht das mit 9 Personen besetzte 12 Tonnen schwere Fahrzeuge auf regennasser und rutschiger Straße weg, prallt gegen eine Mauer und anschließend frontal gegen eine Hauswand. Mathias Eck wird mit einer stark blutenden Kopfverletzung auf dem Beifahrersitz eingeklemmt und muss mit der Rettungsschere aus dem Fahrzeuge geborgen werden, Michael Babuszak erleidet im hinteren Teil der Fahrzeugkabine sitzend einen komplizierten Oberarm-Spiralbruch. Die anderen 7 Insassen kommen mit Prellungen, Blutergüssen und dem Schreck davon. Die beiden schwerer verletzten werden auf die beiden Soester Krankenhäuser verteilt und operiert. Das Fahrzeug selber hat leider nur noch Schrottwert und steht der Löschgruppe fortan nicht mehr zur Verfügung.

 

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